„... und wo sind die Nonnen?“ - Leben zwischen Tradition und Moderne

Ein Kooperationsprojekt mit der Klosterkammer Hannover.

– Ein Leben zwischen Tradition und Moderne.
– Ein neuer Weg der Trachtenforschung.
– Ein Ausblick auf ein ereignisreiches und ergreifendes Ausstellungsfestival.
– Eine progressive Verbindung zwischen innovativem Design und gewichtiger Tradition.

Diese Masterarbeit schuf die Basis für ein tieferes Verständnis der Bedeutung von Amts- und Ordenstrachten. Ihre gesellschaftliche Relevanz und Verortung eines semantischen Phänomens sind dabei wichtige Eckpfeiler. Sie sensibilisierte damit in weiteren Sinne für klösterliches Leben und ließ in diesem Zusammenhang ihren Stellen-Wert erkennen. Im Fokus hierbei standen die Amts- und Ordenstrachten der evangelischen Frauenklöster und Stifte unter der Verwaltung der Klosterkammer Hannover.

Das große Ornat – Amtstracht der evangelischen Klöster in Niedersachen

Das große Ornat stellt in ihrer Art eine einzigartige Besonderheit dar, indem sie durch ihren historischen Hintergrund verschiedene Inhalte in sich vereint: Der geistliche bzw. kirchliche Symbolgehalt, der überkommene Ausdruck eines gehobenen Standes in der Gesellschaft sowie den heute vorrangigen traditionellen Wert.
Wie stellt sich der persönliche Bezug zum Ornat dar und wie wird die Tracht von Aussenstehenden wahrgenommen?

Das Phänomen „Nonne“

Nonnen, Mönche, Priester etc. gelten als moralische Instanzen. Ihnen kann man Glauben schenken und bei ihnen ist es besonders interessant, wenn sie in weltliche Gelüste abdriften. In der Medienlandschaft findet sich vielfältige Versionen, eine Nonne/Schwester darzustellen.
Doch was entspricht der Wirklichkeit?

Konzept Ausstellungsfestival

Im Rahmen der Masterarbeit wurde ein Konzept für ein Ausstellungsfestival erarbeitet. Die Verbindung von Ausstellung und Festival drückt bereits eine eigenwilligen Präsentationsform und -sprache aus, welche die facettenreiche Welt der Klöster und Stifte erfahrbar macht. Geeignete Darstellungsformen geben den Trägerinnen der Trachten ein Gesicht und greifen die komplexe Vernetzung der Kleidung zu den verschiedenen Bereichen wie klösterliches Leben, Kirche, Religion, Glaube, Klischee und Kult sowie den Kontrast zwischen Selbst- und Fremdbild auf. Der Besucher erhält somit ein Gefühl / eine Ahnung von dessen, weshalb diese Kultur bis heute lebendig gehalten wird.

Neben dem Ausstellungskonzept entstanden erste Schritte für weitere Projektarbeiten:
– Erste Aufzeichnungen persönlicher Gespräche zur Ordens- bzw. Amtstracht
– Ein Lehrveranstaltungskonzept
– Das Phänomen „Nonne“ im Selbstversuch
– Eine Porträtreihe im großen Ornat

Einladung Masterpräsentation

Zur Webseite des Master-Studiengangs

Klosterkammer Hannover

Fortsetzung „… und wo sind die Nonnen?“

Layout von kalagrafik

Buchdruck von Druckerei Hartmann

Bindung von Buchatelier Bischoff

© 2012 Alexandra Weber